Sehen Sie sich dieses Photo genau an ... Welch ein Unsinn, dass nur junge Menschen interessant sind!

Ursachen

Die Ursachen eines Kniegelenkverschleißes [Gonarthrose] sind vielfältig. In erster Linie ist der Verschleiß eine völlig normale Begleiterscheinung des Alters. Selbstverständlich sehen die Gelenke einer 70-jährigen anders aus als die einer 17-jährigen - auch wenn viele alte Patienten das nicht einsehen wollen. Solche Veränderungen sind genau so wenig krankhaft wie das Grauwerden der Haare.

Andere Ursachen sind z.B.

Anzeichen

Am auffälligsten für den Patienten ist fraglos der Schmerz, der durch einen Verschleiß des Kniegelenkes hervorgerufen werden kann. Er entsteht unter anderem auch durch die begleitende Entzündung [aktivierte Arthrose]. Weitere Anzeichen sind Bewegungseinschränkung, Reibegeräusche und Instabilität durch mangelhafte Passform. Das genaue Ausmaß lässt sich im Röntgenbild und durch eine Arthroskopie feststellen.

Therapie

Wie immer ist auch hier die sinnvollste Therapie, die Ursachen der Erkrankung zu bekämpfen - idealerweise schon vor Entstehung. Ist es schon zum Verschleiß gekommen, so ist dieser nicht einfach rückgängig zu machen. Medikamente können Schmerzen und auch die Entzündung hemmen. Die Wirkung sogenannter "Knorpel-Aufbau-Präparate" ist höchst fraglich. Schmerz- und entzündungshemmend kann auch physikalische Therapie wirken, Krankengymnastik bessert darüber hinaus die Muskelkraft und die Funktion. Bandagen können bei Instabilität eingesetzt werden.
Bei fortgeschrittenem Verschleiß allerdings reichen die oben genannten konservativen Methoden oft nicht aus - es wird eine Operation nötig. Das kann in mittelgradigen Fällen gelegentlich mittels Umstellung geschehen, in schweren Fällen ist der Oberflächen-Ersatz durch ein künstliches Gelenk [Endoprothese] erforderlich.
Die Knorpel-Transplantation eignet sich leider nicht zur Behandlung des großflächigen Knorpelschadens, der durch Verschleiß entsteht.

Im Bild oben ist der Knorpel am inneren Anteil des Kniegelenkes komplett abgerieben. Hier wird nur ein künstliches Gelenk [Endoprothese] helfen. Zur Orientierung siehe die anatomische Darstellung.