Wiedergeburt

Dieser Aufsatz ist ein Kommentar zum Artikel von Klaus Heinsch "Wiedergeburt – Glaube oder Realität?" in der Textsammlung "Im Spiegel des Todes" (zusammengestellt von Alfred Weil). Ich habe diesen Kommentar dem Verfasser ebenfalls zugeschickt - er war mit meiner Darstellung seiner Arbeit nicht einverstanden. Gleichwohl will ich den Text hier wiedergeben, wobei es nur um meine Gedanken zum Thema gehen soll.



Die Ehrenwerte Ayya Khema sagte in ihrem Referat "Komm und sieh selbst!" etwas für mich sehr Wesentliches: Wir, die sich bemühen, der Lehre des Buddha, dem dhamma, zu folgen, sind keine "-isten" sondern Übende. Dieses ist ein Punkt – er wurde von Genro Koudela Osho noch einmal unterstrichen, der mir den dhamma so sympathisch macht. Die Art des Übens ist nämlich eine besondere (1) und wird eben ausgedrückt durch die Aufforderung "Komm und sieh selbst!". Diese Einladung, mehr noch: diese Aufforderung geht, wie wir wissen, auf die Rede des Buddha an die Kalamas zurück.

Richtet euch, ihr Kalamas, nicht nach Hörensagen und Überlieferung, nicht nach landläufigen Meinungen und der Autorität von [heiligen] Schriften, nicht nach Spekulation und Schlussfolgerungen, nicht nach sinnfälligen Theorien und liebgewordenen Ideen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge [des betreffenden Samana (2)] und nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr vielmehr selber erkennt: "Diese Dinge sind unheilsam, verwerflich, werden von Verständigen getadelt, führen, wenn verwirklicht, zu Unheil und Leiden" – dann, Kalamas, sollt ihr sie ablehnen … Und wenn ihr selbst erkennt: "Diese Dinge sind heilsam, annehmbar, werden von Verständigen gepriesen, führen, wenn verwirklicht, zu Heil und Glück" – dann, Kalamas, sollt ihr sie euch zu eigen machen.

Hier stellte er eindeutig fest, dass Überlieferung oder Verkündung durch einen noch so bedeutenden Lehrer kein Grund ist, einer Lehre zu folgen. Er schloss sich selbst hier mit ein. Diese Haltung war ihm so wichtig, dass er sie immer wieder bekräftigte. Seinen Tod bereits vor Augen wies er Ananda scharf zurecht, als dieser sich beklagte, bald ohne ihn, den großen Lehrer auskommen zu müssen. Er tat das mit den Worten:

Seid euch selbst eine Insel!

Diese Haltung eines Lehrers, der kritische Prüfung, sich selbst in Frage stellend, verlangt, ist etwas Einzigartiges, was man bei keiner anderen Religion auch nur ansatzweise findet. Das ist etwas, was mir den Buddhismus so sympathisch macht und was mir – uns allen! – Verpflichtung sein sollte.

"Komm und sieh selbst!" bedeutet, dass ich die Lehren kritisch auf ihre Gültigkeit für mich überprüfen soll. Ich soll mich daran reiben, ähnlich, wie man Gold reibt, wenn man es auf seine Echtheit prüfen will. (3)

Wenn ich mich nun unter dieser Prämisse endlich dem Thema Wiedergeburt nähere, so kann ich den Ansatz von Klaus Heinsch nicht akzeptieren. Grob verkürzt erklärt er: "Wiedergeburt ist, weil der Buddha es so verkündete." und weil es immer wieder Menschen gibt, die behaupten, sich an frühere Inkarnationen zu erinnern – so auch der Buddha. Er zitiert aus dem Majjhima Nikaya, 4. Rede:

Ich erinnere mich an manche frühere verschiedene Daseinsformen.

Die Behauptung, sich an frühere Existenzen zu erinnern, war nicht nur zu Zeiten des Buddha "in". Ich zitiere Ulli Olvedi aus ihrem Aufsatz "Nun sag, wie hast Du’s mit der Reinkarnation?" in den Buddhistischen Monatsblättern 1995 - XLI 11/12 und den Lotusblätter 3/93:

Reinkarnation ist ohne Zweifel das attraktivste Pferdchen im esoterischen Zirkus. […] Wer auf sich hält, macht es nicht unter einem Pharao. (4)

So viel zu imaginierten oder tatsächlichen Erinnerungen (5). Heinsch schreibt weiter:

Da jedes Dasein ein vergangenes voraussetzt, ist auch zu erwarten, dass immer ein neues Dasein ergriffen wird, solange der Lebensdurst nicht aufgelöst ist.

Mit Verlaub: So nicht! Die Prämisse setzt die Schlussfolgerung im sauberen Zirkelschluss voraus und die Folgerung ist zudem logisch nicht einmal zwingend, wie Heinsch mit der abschwächenden Formulierung ist … zu erwarten selbst einräumt. Überhaupt wirft dieser Satz mehr Fragen auf, als er beantwortet, etwa die nach dem Anfang und dem Ende – Fragen, wie der Buddha sie nun tatsächlich und mit gutem Grund bewusst nicht beantwortet hat. (6)

Nachdem ich nun so hart mit Klaus Heinsch ins Gericht gegangen bin, will ich versuchen, der Aufforderung "Komm und sieh selbst!" gerecht zu werden. Im Sinne des "Komm!" will ich zunächst die Wiedergeburt als Hypothese akzeptieren. Hieraus folgert eine hohe, vielleicht sogar ausschließliche (7) Verantwortlichkeit für mein Dasein – ganz nach dem treffenden Satz des Padmasambhava (8):

Wenn du wissen willst, wer du warst, dann schau, wer du bist. Wenn du wissen willst, wer du sein wirst, dann schau, was du tust.

Diesen Satz empfinde ich als gleichermaßen wahr und heilsam. Ich fühle, dass er stimmt, dass er etwas in mir zum Klingen bringt – gleichgültig, ob er sich naturwissenschaftlich beweisen lässt, gleichgültig auch, ob er von Padmasambhava oder von Wilhelm Busch (9) stammt. Insbesondere die Intention dieses Satzes spricht mich an. Sie zielt wiederum auf die Eigenverantwortlichkeit.

In diesem Zusammenhang macht es für mich Sinn, "Dasein", "Geburt" und "Tod" und damit "Wiedergeburt" etwas anders als üblich zu sehen. Was bedeutet denn "Dasein" vor dem Hintergrund der Anatta-Lehre? (10)

Die Vorstellung einer Identität entsteht durch Identifikation mit diesem und jenem, je nachdem, wonach es der Gier gerade gelüstet, oder, um Identifikation als Abgrenzung zu definieren, was als "Nicht-Ich" abgelehnt wird. So gesehen wird das, was wir "Ich" nennen, ständig neu definiert. Dem flatterhaften Wechsel von Zu- und Abneigung folgend, sind "Tod" und "Wiedergeburt" permanent, ein "Ich" als dauerhafte Entität ist Illusion.

So wird Wiedergeburt offensichtlich. Ebenso klar ist, dass mein momentanes Dasein, mein jetziger Zustand, abhängig ist von dem, was ich ergreife oder wovon ich mich distanziere. Dieser Zugang zum Kamma-Gesetz ist so offensichtlich, dass er lächerlich wirkt: Ich identifiziere mich durch meine Identifikation.

Soweit meine persönliche Einstellung zum Thema "Wiedergeburt". Versuchsweise will ich eine – zugegebenermaßen gewagte und provokante – These zur Auffassung des Buddha hierzu aufstellen. Ich sehe den Buddha als Menschen (11), eingebettet in die Philosophie seiner Zeit. Für Gotamas Zeitgenossen, die Brahmanen, war die Reinkarnation eine selbstverständliche Tatsache. Nehmen wir probeweise mal an, der Buddha habe die Wiedergeburt als Irrtum erkannt. Eine solche Position wäre zu seiner Zeit derartig neben der Spur gewesen, dass sie hätte so nicht vermittelt werden können. Wie also hätte der Buddha vorgehen können? – Sinnvoll wäre es sicherlich gewesen, so zu argumentieren, wie er es tatsächlich tat: Er analysierte sorgfältig das, was nach den Vorstellungen seiner Zeitgenossen wiedergeboren werden sollte, also das Atman, die Seele, das Ich. Er wies diese Phänomene als Wahn, als nicht existent aus und sprach sich damit, im Rahmen seiner kulturhistorisch vorgegebenen Möglichkeiten, so eindeutig wie möglich gegen die Wiedergeburt aus. Diese Lesart ist für meinen begrenzten Verstand eingängiger als spitzfindige Konstruktionen wie beispielsweise der Konditionalnexus.

Meiner unmaßgeblichen (und von manchem sicher als unbuddhistisch empfundenen) Meinung nach ist es nicht so wichtig, welche Auffassung der historische Buddha wirklich vertrat. "Wirklichkeit" ist ohnehin ein Phantom, dem wir mit unseren beschränkten Sinnen hinterher jagen, nie greifbar, nie bestimmbar. Worauf es ankommt, ist Wahrheit. Wahrheit messe ich an deren Wirkung auf mich und meine Umwelt (12). So betrachtet ist "Wahrheit" individuell unterschiedlich, der Streit zwischen Schulen damit müßig: Wenn der Glaube an Wiedergeburt, etwa in Form von Tulkus, oder an transzendentale Buddhas jemandem hilft, sich zu vervollkommnen, ein besserer Mensch zu werden, so ist das wunderbar und bezeugt den persönlichen Wahrheitsgehalt dieses Glaubens. Das gilt auch für das Streben nach Erlösung, sei es durch eigene Anstrengung oder durch Bodhisattvas und schließlich für den Glauben an einen Schöpfergott und an die unbefleckte Empfängnis.

Ganz sicher wahr ist: Wenn sich Wahrheit nach Heilsamkeit bemisst, so liegt in Toleranz mehr Wahrheit als in deren Gegenteil.



So weit meine Auseinandersetzung mit Klaus Heinsch. Im Folgenden will ich noch einen weiteren Gesichtspunkt hinsichtlich der Wiedergeburt anführen.

In Sachen kamma und Wiedergeburt hat sich der Buddha sehr einleuchtend geäußert, ohne dogmatisch eine Position einzunehmen. Kamma bedeutet Wirksamkeit der eigenen Taten (genauer: Tatabsichten) auf die Zukunft, auch auf künftige Inkarnationen. Das Thema "kamma" ist daher eng mit dem Thema "Wiedergeburt" verknüpft. Man kann nun zum Thema verschiedene Meinungen haben: (13)

Es gibt manche, die sagen:
- es gibt keine Saat und Ernte guter und böser Werke;
- Diesseits und Jenseits sind leere Worte;
Nun sagen aber manche gerade das Gegenteil davon:
- es gibt eine Saat und Ernte guter und böser Werke;
- das Diesseits ist vorhanden und das Jenseits ist vorhanden;

Nun werden sich die Menschen, die nicht an "Saat und Ernte guter und böser Werke" glauben, sich anders benehmen, als die, die das tun:

Da ist nun, Hausväter, von den einen Asketen und Priestern zu erwarten, daß sie den guten Wandel in Werken, Worten und Gedanken, diese drei heilsamen Dinge, aufgeben und den schlechten Wandel in Werken, Worten und Gedanken, diese drei unheilsamen Dinge, annehmen werden: und warum das? Weil ja jene lieben Asketen und Priester der unheilsamen Dinge Elend, Ungemach, Trübsal, und der heilsamen Dinge, der Entsagung vorzüglichen, läuternden Einfluss nicht merken.

Und was das Jenseits angeht, so kommt es drauf an:

Da überlegt nun, Hausväter, ein verständiger Mann: Wenn es kein Jenseits gibt, so wird dieser liebe Mann bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, heil ausgehn; wenn es aber ein Jenseits gibt, so wird dieser liebe Mann bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt gelangen. Mag es nun immerhin kein Jenseits geben, wahr soll das Wort jener lieben Asketen und Priester sein: aber dieser liebe Mann zieht sich ja schon bei Lebzeiten den Tadel Verständiger zu: Es ist ein gewissenloser Mensch, der die Dinge falsch ansieht, an nichts glaubt. Wenn es aber doch ein Jenseits gibt, so hat dieser liebe Mann auf beiden Seiten das Spiel verloren: erst, weil er sich schon bei Lebzeiten den Tadel Verständiger zuzieht; und dann, weil er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt gelangen wird. Also hat er diese fraglose Lehre übel befolgt und bewahrt, nur ein Ziel gelten und das Gute verkümmern lassen.

Es ist also so, dass der Skeptiker Recht haben mag, was ihm in Jenseits / neuen Leben aber nichts nützt, da es ein solches nicht gibt. Wenn es ein solches aber gibt, so hat er Pech gehabt. Im jetzigen Leben ist er wegen seiner Einstellung auf jeden Fall im Nachteil, zieht sich ja schon bei Lebzeiten den Tadel Verständiger zu. Derjenige aber, der an Wiedergeburt glaubt, kann sich irren, was aber bezüglich seines nächsten Lebens nichts ausmacht. Hier aber profitiert er auf jeden Fall:

Da überlegt nun, Hausväter, ein verständiger Mann: Wenn es ein Jenseits gibt, so wird dieser liebe Mann bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte, in himmlische Welt gelangen. Mag es nun immerhin kein Jenseits geben, wahr soll das Wort jener lieben Asketen und Priester sein: aber dieser liebe Mann wird ja schon bei Lebzeiten von Verständigen gepriesen: Es ist ein gewissenhafter Mensch, der die Dinge recht ansieht, an etwas glaubt. Wenn es aber doch ein Jenseits gibt, so hat dieser liebe Mann auf beiden Seiten das Spiel gewonnen: erst, weil er schon bei Lebzeiten den Preis Verständiger erwirbt; und dann, weil er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte, in himmlische Welt gelangen wird. Also hat er diese fraglose Lehre wohl befolgt und bewahrt, beide Ziele gelten und das Schlechte verkümmern lassen. (14)

Anmerkungen:

1 Vielleicht ist es auch die einzige Art, etwas zu üben. Wenn dem so ist: eine besondere und auch die einzige Art zu üben, dann folgt daraus, dass wirkliches Üben selten ist.
2 Samana = wandernder und predigender Asket
3 Dieser denkwürdige Satz ist ein Zitat, vielleicht sogar vom Buddha selbst. Leider finde ich die Quelle nicht mehr.
4 Sie schreibt übrigens weiter:
In den Lehrreden des Buddha finden sich keine definitiven Äußerungen zur Wiedergeburt; er beließ das Thema, wo es hingehört, nämlich auf der metaphysischen Ebene.
Wie verträgt sich das mit dem obigen Buddha-Zitat aus dem Majjhima Nikaya? Erkennt Frau Olvedi dieses als nicht authentisch an? Sicherlich: Nicht alles geht auf Siddhattha Gotama zurück, was diesem in den Mund gelegt wurde und wird.
Wie dem auch sei: So wichtig, wie die Schriftgelehrten uns glauben machen wollen, ist es nicht, ob er dieses oder jenes sagte, sind wir doch ohnehin gehalten, jede Lehre eingehend zu prüfen.
5 Die Vorstellung von der Wiedergeburt treibt in der Tat die absonderlichsten Blüten. So fand ich am 30.9.96 in der Neuen Osnabrücker Zeitung die folgende denkwürdige Meldung in der Rubrik "Auch das noch":
Wer an die Wiedergeburt glaubt, kann sich künftig selbst beerben und sein Geld bis zur Reinkarnation auf einer Bank "parken". Als weltweit einziges Unternehmen bietet die Stiftung "Prometh" mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein "Kapital fürs zweite Leben". Interessenten müssen zu Lebzeiten einen Fragebogen mit Angaben aus dem persönlichen Bereich ausfüllen. Dieser dient später als Identifikationshilfe. Glaubt ein Bürger, schon einmal auf der Welt gewesen zu sein, kann er sich an die Stiftung wenden. Drei Reinkarnationstherapeuten gehen dann auf Spurensuche. Falls sie den Antragsteller übereinstimmend identifizieren und der zuvor eingezahlt hat, erhält er sein Geld verzinst zurück.
6 Der Buddha hat explizit die folgenden Fragen abgewiesen: die nach der Ewigkeit oder Endlichkeit der Welt, nach der Verschiedenheit von Leib und Seele und der nach dem Sein des Vollendeten nach dem Tode.
7 Die Frage, ob ich tatsächlich ausschließlich für die "Schicksals"-schläge in meinem Dasein verantwortlich bin habe ich ausführlich in dem Text "Wenn guten Menschen Böses widerfährt" untersucht.
8 Padmasambhava: "Der aus dem Lotus geborene"; Zeitgenosse des tibetischen Königs Trisong Detsen (755-797) und einer der historisch fassbaren Begründer des Tibetischen Buddhismus.
9 Dass ich hier Wilhelm Busch anführe, ist nur scheinbar albern! Er schrieb:

Die Lehre von der Wiederkehr
Ist zweifelhaften Sinns
Es fragt sich sehr, ob man nachher
Noch sagen kann: Ich bin's.

Er schrieb aber auch:

Nahmst du in diesem großen Haus
Nicht selbst Quartier?
Missfällt es dir, so zieh doch aus.
Wer hält dich hier?
Und schimpfe auf die Welt, mein Sohn,
Nicht gar zu laut.
Eh du geboren hast du schon
Mit daran gebaut.

10 Anatta-Lehre: Die Lehre von der Wahnhaftigkeit der Vorstellung von einer dauerhaften, nicht wandelbaren Seele, die üblicherweise als Kern des "Ich" gesehen wird. Siehe auch den Aufsatz "Leere".
11 Die Überhöhung des Buddha, etwa als Inkarnation transzendenter Buddhas, ist meine persönliche Sache nicht. Diese Auffassung mag eine wertvolle für andere sein. Ich selbst allerdings habe nicht den Eindruck, dass mich transzendente Buddhas weiter bringen.
12 Dieses näher bedenkend erkenne ich, dass die Trennung beider Wirkungsziele, nämlich hier: ich - dort: Umwelt, sich mir auf höherer Ebene als unwahr, also nicht heilsam herausstellt.
13 Folgende Zitate, z.T. gekürzt, aus M. 60. Fraglosigkeit - Apannaka Sutta.
14 Einer auf den ersten Blick ähnlichen Argumentation bedienen sich bisweilen auch Christen, wie der geniale Mathematiker Blaise Pascal (1623 - 1662). Er machte eine regelrechte Wette daraus.
Diese christliche Art der "Beweis"-Führung ist deutlich weniger umfassend als die des Buddha: der diesseitige Aspekt, die Auswirkungen zu Lebzeiten also, werden nicht berücksichtigt. Hieraus ergibt sich eine der vielen Angriffspunkte, mit denen die "Pascalsche Wette" ad absurdum geführt wurde.
Pippala-Blatt